Anreise Herbst 2019

Von der Reiseplanung her hatte der letzte Abschnitt sehr gut geklappt. Allein die Sache mit den Schuhen war für meine Begleitung halt so eine Sache…

Und die Kamera hatte sich auf den letzten Metern einige Ausfälle erlaubt. Nun gut, die ist nun definitiv auch öfters nass geworden und runtergefallen als es der Hersteller vorgesehen hat!
Damit ergab sich eine größere und buchstäblich etwas schwerer wiegende Änderung in der Ausstattung. Statt meiner leichten, kompakten, geliebten Canon G1X schleppe ich nun die Canon EOS 80D mit dem Kit-Objektiv 18-135mm. Die Entscheidung war buchstäblich nicht leicht, denn die G1X war mit weniger als 500 Gramm leicht in der Deckeltasche des Rucksacks zu transportieren und lieferte ordentliche Qualität. Die neue EOS 80D in die Deckeltasche zu bekommen, ist etwas schwieriger, geht aber auch gerade noch so. Aber sie ist mit etwa 1.340 Gramm eindeutig zu schwer, um sie mal eben am Band hängen zu lassen oder über eine längere Strecke in der Hand zu tragen.
Also gab es eine weitere Ergänzung der Ausrüstung: Einen Capture Clip für den Schultergurt, an dem die Kamera aufgehängt werden kann. Dazu später sicher mehr.
Und auch in Sachen “Bettwanzen” haben wir noch ein wenig nachgelesen und unsere Rucksäcke einige Tage vor der Abreise mit Permetrin behandelt.

Die sonstige Packliste ist unverändert. Also Sachen rein und los!

Die eigentliche Anreise gestaltet sich dieses Jahr einerseits anstrengender, andererseits zügiger: Weil ich familiär möglichst kurzfristig abrufbar sein muß, fahren wir mit dem Auto an einen Punkt, den wir mutmasslich von fast überall entlang der geplanten Strecke einigermassen zügig erreichen können: Agen.
Dort gibt es nicht nur einen recht gut angebundenen Bahnhof und Busbahnhof, sondern direkt daneben auch noch einen einigermaßen erschwinglichen Dauerparkplatz.
Und es sind ja nicht mal ganz 1.200 Kilometer einfache Strecke zu fahren!
Das klingt weit, und das ist es eigentlich auch.
Im Grunde geht es ab der ersten Minute gegen die Uhr. Denn wir wissen, dass der letzte Bus von Agen nach Lectoure Abends zur besten Abendessenszeit geht. Kriegen wir ihn, sind wir in Lectoure, kriegen wir ihn nicht, hängen wir über Nacht in Agen.
Wir rechnen mit gut 12 Stunden Fahrt und machen uns dementsprechend schon recht früh auf den Weg.
Es läuft von Anfang an gut. Fahren in Deutschland ist etwas stressig und hektisch, und dennoch kriegen wir einen Schnitt von knapp 100km/h auf die Uhr als wir in Ottmarsheim die Grenze überqueren. Vorher tanken wir nochmal voll, und weiter geht’s.
In Frankreich entspannt sich die Lage, es rollt mit Tempomat um die 120km/h. Und so steigt der Schnitt, wir kommen gut voran.
Die Fahrt ist irgendwie seltsam: Obwohl wir durch viele Gegenden durch kommen, die wir auch zu Fuß durchquert haben, ist der Wiedererkennungswert nahe null.
Was soll ich sagen, es rollt, mit ein wenig Landstrasse und dem einen oder anderen schnellen Café au Lait zügig durch die Grande Nation, und wir erreichen Agen mit gerade so viel Reserve, dass wir das Auto bequem im Blick einer Überwachungskamera parken können und den Bus ohne Rennerei erreichen.
Der Wochenpreis ist an der Einfahrt zwar nicht explizit ausgeschrieben, aber die restlichen Preise passen zu dem, was wir vor der Abfahrt recherchiert hatten. Wird schon klappen.
Der Bus ist da, wo er sein sollte, aber die Zeit reicht nicht, um vorher noch Essen zu gehen.
Na, vielleicht haben wir ja dieses Mal in Lectoure mehr Glück…
Lectoure erreichen wir fahrplanmäßig pünktlich genau so, wie wir es im Jahr zuvor verlassen haben:
Es hat wieder so ziemlich Alles zu!
Auf der Suche erfahren wir zudem noch, dass die leckere Bäckerei, in der wir das letzte Mal gefrühstückt haben, noch Ferien hat.
Das Hotel quartiert uns wieder im gleichen Zimmer ein, die Reise beginnt also tatsächlich so, wie die letzte endete:
Lectoure. Müde, hungrig. Schlafen!

Es war doch auch ein anstrengender Tag, und morgen geht’s endlich wieder richtig los!

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